NWZ 23.05.2005

Darilmaz zieht Bethen die Trümpfe weg

Emstekerfeld siegt im Gipfeltreffen 2:0 – Varrelbusch muss nach 0:2 wohl absteigen

400 Zuschauer sahen in Emstekerfeld ein echtes Spitzenspiel. Die zweitplatzierten Gastgeber können bei einem weniger ausgetragenen Spiel den Titel jetzt aus eigener Kraft klarmachen.
von BODO TAROW

Mit geballten Fäusten kommt TuS-Keeper Andreas Luttmer (blaues Trikot) Bethens Stürmer Florian Quaing (weißes Hemd) zuvor.
Bild: LICHTFUß

KREIS CLOPPENBURG - Zwei Spiele vor Saisonende haben die Kreisliga-Fußballer des TuS Emstekerfeld noch einmal eine gehörige Portion Spannung ins Titelrennen gebracht. Durch einen 2:0-Sieg gegen Tabellenführer SV Bethen ist die Meisterschaft nun bei einer weniger ausgetragenen Partie aus eigener Kraft zu realisieren.

TuS Emstekerfeld – SV Bethen 2:0 (1:0). Tempo, Torchancen, Treffer und prickelnde Spannung: Der Hit im Meisterschaftsrennen hielt, was er versprach. Emstekerfelds Anhang war beim Abpfiff völlig aus dem Häuschen und feierte, als sei der Titel bereits unter Dach und Fach. So weit ging TuS-Coach Uli Borchers aber noch nicht: „Wir haben noch drei schwere Spiele.“ Den Sieg seiner Mannen sei verdient gewesen. „Wir hatten hier und da eine Chance mehr. Dreimal waren wir in dieser Saison schon tot. Und jetzt haben wir es selber in der Hand. Das zeugt von einem wahnsinnigen Teamgeist.“

Geknickt war derweil sein Gegenüber Jörg Blum. „Wir haben ein großes Spiel geliefert. Die Partie hätte eigentlich unentschieden ausgehen müssen“, sah er sein Team unter Wert geschlagen.

Vor 400 Zuschauern erwischte die Heimelf einen Traumstart. Murat Darilmaz schüttelte Sebastian Krause ab und „hämmerte“ die Kugel aus 16 Metern neben den Pfosten ins Tor (2.). Bethen steckte den Rückstand aber erstaunlich locker weg und kam zu mehreren dicken Möglichkeiten. Florian Quaing (5., 13.), Thomas Bornemann (17.) und Marc-André Schneider (18.) verzogen jeweils knapp oder scheiterten am starken Andreas Luttmer zwischen den TuS-Pfosten. Zwischen dem Bether Chancen-Hagel war TuS-Angreifer Niklas Spils mit einem Abstauber gescheitert (11.). Gerade als die Heimelf wieder gefährlicher wurde, lenkte Luttmer zudem einen Schuss von Bethens Kapitän Jens Schmidt an die Latte (31.). Kurz zuvor waren binnen Sekunden Darilmaz und Spils an Gästekeeper Udo Schene gescheitert.

Nach der Pause mussten beide Seiten dem höllischen Tempo Tribut zollen. Das Spiel lebte jetzt von der Spannung. In der Schlussphase baute Bethen nochmals Druck auf, wurde aber anfällig für Konter. So scheiterte der vom TuS-Anhang wegen seiner Antrittsschnelligkeit „Ailton“ gerufene Darilmaz freistehend an seinen Nerven (70.). Auf der anderen Seite zielte Bornemann ans Außennetz (76.). Aufregung dann in der 78. Minute: Tobias Kellermann netzte zum vermeintlichen 2:0 ein. Referee Günter Bohlsen (Neuscharrel), für den das Spiel ein konditioneller Härtetest war, zeigte Courage und nahm den Treffer zurück. Er hatte die gehobene Fahne seiner Assistentin, die ein Foul von Flankengeber Darilmaz signalisiert hatte, übersehen. Dennoch durfte Emstekerfeld bald erneut jubeln. Darilmaz überwandt nach einem Konter Schene und machte sich endgültig zum Matchwinner (86.).

Tore: 1:0, 2:0 Darilmaz (2., 86.).

TuS Emstekerfeld: Luttmer – Brandenburg – Otten, Kaya – Volker Kliefoth, Tobias Kellermann, Frederichs (46. Christian Kellermann), Profehl, Diekmann (46. Sieverding) – Spils (68. Diekmann), Darilmaz.

SV Bethen: Schene – Freese – Krause, Werrelmann – Witte (46. Zielske), Schneider (75. Julian Brockhaus), Niemeyer, Schmidt, Thiemo Brockhaus – Bornemann, Quaing.

SR: Bohlsen (Neuscharrel); SRA: Bohlsen, Splinter.

Quelle: http://www.nwzonline.de/cloppenburg/lokalsport/darilmaz-zieht-bethen-die-truempfe-weg_a_6,1,3987443830.html

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